Multiples Myelom von A bis Z

Hier finden Sie eine Übersicht über Fachbegriffe und Themen, die im Zusammenhang mit einem Multiplen Myelom wichtig sind.

A


Allogene Blutstammzelltransplantation

Transplantation mit Stammzellen eines geeigneten Spenders

Amyloidose

mögliche Begleiterkrankung des Multiplen Myeloms, die "Protein-Ablagerungskrankheit"

Anämie

Blutarmut

Angiogenese

Bildung von Blutgefäßen, auch in Tumoren und deren Umgebung

Autologe Blutstammzelltransplantation

Transplantation eigener Stammzellen

B


B-("Begleit") Symptomatik

"Fieber", "Nachtschweiß", "Gewichtsabnahme", treten bei Krebserkrankung häufig gemeinsam auf

Bence-Jones-Proteine

nach dem gleichnamige englischen Chemiker und Arzt benannten, aus Eiweißleichtketten bestehende Proteine

Beta2-Mikroglobulin

Plasmaprotein, kann im Blut und im Urin nachgewiesen werden, wichtig im Zusammenhang mit der Diagnose eines Multiplen Myeloms 

Bisphosphonate

Medikamente, die sich gegen die Osteoklasten richten 

Blutplättchen

s. Thrombozyten

E


Elektrophorese

Verfahren zur biochemischen Analyse von Blut und Urin

Erythrozyten

rote Blutkörperchen

F


Fatigue

sprich französ. "fatieg", krankhaft chronischer Erschöpfungszustand als Symptom im Zusammenhang mit schweren Erkrankungen

H


Hämatologie

medizinischer Zweig, der sich mit Blut und Blutkrankheiten beschäftigt

HDAC

Histon-Deacetylase-Inhibitoren, neuartige Wirkstoffklasse zur Behandlung des Multiplen Myeloms

HLA

Humane Leukozyten Antigene, in der DNA vorbestimmte Merkmale, wichtig im Zusammenhang mit der Stammzelltransplantation, je ähnlicher die HLA-Systematik von Empfänger und Sender sind, desto geringer die Wahrscheinlichkeit für z.B. Abstoßungsreaktionen.

Hochdosischemotherapie

Behandlung zur "Konditionierung" eines Patienten im Vorfeld einer Blutstammzelltransplantation

Hyperkalzämie

Anstieg der Kalziumkonzentration im Blut mit negativen Auswirkungen auf die Nierenfunktion

I


iFISH

Interphase Fluoreszenz In Situ Hybridisierung, biochemisches Testverfahren zur Untersuchung genetischer Veränderungen

IMIDe

Immunmodulierende Substanzen, neuartige Wirkstoffklasse zur Behandlung des Multiplen Myeloms

Immunfixation

Verfahren zum Nachweis des Myelomproteins

Immunglobuline

Antikörper, spielen eine zentrale Rolle im Immunsystem

Inhibitor

von englisch inhibit, "hemmen", Substanzen, die auf bestimmte Zell- und Stoffwechselvorgänge "hemmend" einwirken

ISS

International Staging System, System zur Klassifikation eins Multiplen Myeloms

K


Kreatinin

Abfallprodukt der Kreatinbildung in den Muskeln, ein erhöhter Kreatininwert zeigt Nierenfunktionsstörungen an

L


Leichtketten

Bestandteil der Immunglobuline, die sich bei einem Multiplen Myelom im Übermaß bilden

Leukozyten

weiße Blutkörperchen

M


MDR

Multi Drug Resistance, Resistenz eines Patienten gegen Standardtherapien

MGUS

Monoklonale Gammopathie Unspezifischer Signifikanz, Vorstufenerkrankung eines Multiplen Myeloms

Monoklonal

"aus einer einzigen bösartigen Zelle gebildet", im Unterschied zu "polyklonal", monoklonales Protein wird bei einem Multiplen Myelom nachgewiesen, gleichbedeutend mit M-Protein

Myelomzelle

bösartige Plasmazelle

O


Osteoblast

knochenbildende Zelle

Osteoklast

"Knochenfresszelle", Gegenspieler der Knochen-aufbauenden Osteoblasten

P


Plasmazelle

Bestandteil des Knochenmarks

Plasmozytom

Form einer Plasmazellerkrankung

Polyneuropathie

häufige Begleiterkrankung bei einem Multiplen Myelom, verursacht Störungen im peripheren Nervensystem, die sich vor allem in Symptomen wie Kribbeln, Taubheitsgefühlen, Schmerzen und motorischen Problemen zeigen

Proteasom-Inhibitoren

neue Wirkstoffklasse, hemmen bestimmte krankhafte Zellprozesse

R


Remission

Rückführung der Erkrankung, teilweise oder komplette Remission durch optimales Ansprechen auf die Behandlung 

S


Stammzellen

noch nicht ausdifferenzierte Zellen, Basiszellen für die Blutbildung im Knochenmark

T


Thrombozyten

Blutplättchen

Z


Zytostatika

Oberbegriff für Medikamente der Chemotherapie, hemmen generell Zellteilung und sich häufig teilende Zellen. Maligne (bösartige) Tumorzellen sind hierbei am stärksten betroffen