Fakten: Fortgeschrittene Erkrankung

Wenn man sich den Krankheitsverlauf des Multiplen Myeloms ansieht, erkennt man die verschiedenen Stufen dieser Erkrankung.

Krankheitsverlauf

Die Grafik verdeutlicht dies nach „Zeit / Dauer der Erkrankung“ und „Anteil der Myelomzellen“, und zeigt auch die entsprechenden Behandlungskonzepte, die jeweils zur Verfügung stehen. Ein Multiples Myelom kann in einer Vorstufe beginnen: Als sogenannte MGUS-Erkrankung. Auf der Zeitachse ist gut zu sehen, dass sich diese „Monoklonale Gammopathie Unbestimmter Signifikanz“ zu einem frühen Zeitpunkt – als Vorstufe – entwickelt, der Anteil des Myelom-Proteins ist eher niedrig.

Entweder bleibt es bei der MGUS-Erkrankung, oder aber der Patient erkrankt im Lauf der Zeit und bei steigender Aktivität der Myelomzellen – zu erkennen am weiter steigenden Anteil des M-Proteins – an einem „symptomatischen Multiplen Myelom“ (es treten also Beschwerden auf).

Durch geeignete Therapien – zum Beispiel Therapien mit neuen Substanzen oder einer Hochdosischemotherapie mit Blutstammzelltransplantation – kann ein symptomatisches Multiples Myelom zurückgedrängt werden. Man spricht dann von einer (kompletten oder teilweisen Remission).

Die Grafik zeigt aber auch, dass es zu einem Wiederauftreten der Erkrankung kommen kann. Trotz moderner und intensiver Therapien kommt es leider bei den meisten Betroffenen zu einem sogenannten rezidivierten / refraktären Multiplen Myelom.

Eine Prognose, wann es bei welchen Patienten zu einer solchen Wiedererkrankung kommt, lässt sich trotz modernster diagnostischer Verfahren nur bedingt abgeben. Viele Patienten leben viele Jahre lang ohne Rezidiv, bei anderen kommt es relativ rasch zu einem Wiederauftreten.

Das M-Protein spielt beim Multiplen Myelom eine besondere Rolle. Je geringer dieser Antikörper ist, desto besser für die Erkrankung.

HDAC-Inhibitoren mit epigenetischem Effekt für Patienten mit rezidiviertem / refraktärem Multiplem Myelom: Aktivierung der sogenannten Tumorsuppression, Fortschreiten der Krankheit bremsen, längere therapiefreie Zeiten.