Therapieziele

Wie bei jeder anderen Krebsart, verfolgen die Ärzte auch bei einem Multiplen Myelom natürlich das grundsätzliche Ziel einer Heilung des Betroffenen. Eine vollständige Heilung des Multiplen Myeloms ist allerdings nur in wenigen Fällen möglich. Dank moderner Therapieansätze können Patienten aber viele Jahre mit der Erkrankung leben. Eine gute Lebensqualität zu erhalten ist möglich. Prinzipiell werden bei der Therapie eines Multiplen Myeloms drei Ziele verfolgt: Stabilisierung der Krankheitssituation und Bekämpfung eventuell lebensbedrohlicher Komplikationen, Linderung der Symptome und eine Remission, also Rückführung des Krankheitsgeschehens. In den meisten Fällen liegt zum Zeitpunkt der Definition der Therapieziele und der Behandlungsempfehlungen keine akut lebensbedrohliche Situation vor. Arzt und Patient können sich also in einem gewissen Rahmen ausreichend Zeit nehmen, alle relevanten Punkte abzuklären: Über die individuellen Zielsetzungen einer Therapie und die sich daraus ergebenden Behandlungsstrategien sollten zwischen Patient und Arzt intensive Gespräche stattfinden. Denken Sie daran, dass Sie als Patient das Recht auf „eine zweite Meinung“ haben, also einen oder mehrere andere Ärzte hinzuziehen können und dies auch tun sollten. Die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Therapie, zum Beispiel eine Hochdosischemotherapie mit Blutstammzelltransplantation, ist eine Herausforderung für den Patienten und die Angehörigen. Wichtig sind Wissen, eine vertrauensvolle Beziehung zu den behandelnden Ärzten und – nicht zuletzt – Mut.

Therapieziele bei einem Multiplen Myelom:

  • Stabilisierung
  • Linderung
  • Remission

Behandelt werden sollte

  • wenn Osteolysen (Knochenschäden) festgestellt werden,
  • bei Nierenfunktionsstörungen,
  • bei Blutarmut (auch wenn sich noch keine oder nur wenig ausgeprägte Symptome zeigen)
  • bei einer Erhöhung der Kalziumkonzentration im Blut,
  • wenn der Anteil monoklonaler Eiweiße in Blut und / oder Urin rasch ansteigt, was eine Zunahme der Krankheitsaktivität zu erwarten lässt.