Proteasom-Inhibitoren

Bei Proteasom-Inhibtoren handelt es sich um eine neuartige Klasse von Medikamenten. Diese stören bestimmte Signalwege in den Tumorzellen und hemmen („inhibit“) die sogenannten Proteasomen, die das Übermaß von krankhaften Proteinen in Körperzellen und in Tumorzellen abbauen. Dies führt zum Absterben der sich schnell teilenden („proliferierenden“) Myelomzellen. Man spricht auch von einem programmierten Zelltod, in der Fachsprache Apoptose. Auch gesunde Zellen können durch diese komplexen biochemischen Vorgänge betroffen sein, deshalb kommt es auch bei der Behandlung mit Proteasom-Inhibitoren zu Nebenwirkungen, die denen der klassischen Zytostatika-Therapie („Chemo“) ähneln.

Quellen:
  1. Patienten-Handbuch „Muliples Myelom“ Medizinische Klinik V, Universitätsklinikum Heidelberg und Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT) 13. überarbeite Auflage, Heidelberg 2014