Ursachen auf Erbgutebene

Enkel
Gibt es eine erbliche Veranlagung, an einem Multiplen Myelom zu erkranken? Fest steht, dass es bei Eltern und Geschwistern von Patienten mit Multiplem Myelom, ein geringfügig erhöhtes Risiko gibt, auch selbst an dieser Krankheit zu erkranken. „Vererbt“ im klassischen Sinn, wird ein Multiples Myleom aber nicht. Was man feststellen konnte: Bei rund 50 % der Myelomzellen ist die Anzahl der Chromosomen in deren Erbgut verändert. Diese genetischen Veränderungen in den Plasmazellen betreffen nur die – defekte – Ursprungskrebszelle und deren Abkömmlinge, werden aber nicht an andere Menschen weitervererbt. Wichtig: Die Keimzellen mit der Erbsubstanz, die man an seine Kinder weitergibt, sind nach dem heutigen Erkenntnisstand vom Krankheitsprozess nicht betroffen.

Ein Multiples Myelom ist keine Erbkrankheit im engeren Sinn.

Quellen:
  1. Patienten-Handbuch „Multiples Myelom“ Medizinische Klinik V, Universitätsklinikum Heidelberg und Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT) 13. überarbeite Auflage, Heidelberg 2014