Chronische Niereninsuffizienz

Chronische Niereninsuffizienz, auch chronisches Nierenversagen, ist – im Unterschied zum akuten Nierenversagen – eine langsam fortschreitende Erkrankung der Niere und Einschränkung der Nierenfunktion. Die Niere kann bei einem solchen Krankheitsbild nicht mehr die nötige Leistung erbringen, um Abbauprodukte aus dem Stoffwechsel mit dem Harn auszuscheiden. Man unterscheidet – je nach dem Grad des Leistungsverlustes, der Zerstörung des Nierengewebes und aufgrund anderer Faktoren – fünf Erkrankungsstadien. Die Ursachen für ein chronisches Nierenversagen sind vor allem Diabetes, Nierenentzündungen, Bluthochdruck und die dauernde Einnahme zum Beispiel von Schmerzmitteln. Bei einem Multiplen Myelom kann chronisches Nierenversagen als Begleiterkrankung auftreten. Die Ursache dafür sind die Erhöhung des Kalziumspiegels im Blut durch den Abbau der Knochensubstanz, die verschlechterte Blutbildung und vermehrte Produktion des von den Myelomzellen gebildeten M-Proteins.

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