Serumelektrophorese

Die Serumelektrophorese, genauer Immunfixations-Elektrophorese oder kurz Immunfixation genannt, ist im Zusammenhang mit dem Multiplen Myelom ein sehr wichtiges Diagnoseverfahren. Bei diesem Verfahren werden Eiweiße, vereinfacht gesagt, mit Hilfe elektrischer Ladung aufgetrennt und nach entsprechenden Parametern kategorisiert dargestellt.

Bei einem Multiplen Myelom produzieren die Myelomzellen monoklonale Antikörper, Immunglobuline aus schweren und leichten Eiweißketten, bzw. Bruchstücke davon. Mit der Immunfixation kann aus erhöhten Eiweißwerten beziehungsweise aus der "Proteinaktivität " auf das Vorhandensein solcher Antikörper geschlossen werden. Ob dieses Bild eine gutartige oder bösartige Erkrankung (wie beim Multiplen Myelom) signalisiert oder eine andere Erkrankung vorliegt, was sich ebenfalls in erhöhten Eiweißwerten niederschlagen kann, muss durch weitere Tests abgeklärt werden. Dabei kommt es darauf an, ob schwere oder leichte Eiweißketten gebildet werden. Und natürlich spielt auch die Menge des monoklonalen Proteins – des M-Proteins – eine wesentliche Rolle, denn sie spiegelt die Aktivität der Erkrankung wider: Steigen die Eiweißwerte an, lässt dies auf eine zunehmende Krankheitsaktivität schließen. Umgekehrt, zum Beispiel wenn eine Therapie erfolgreich anschlägt, fallen die Eiweißwerte. Die Immunfixations-Elektrophorese gehört zu den verlässlichsten Routine-Messmethoden für den Nachweis monoklonaler Eiweiße. Wenn sich die Werte der freien Leichtketten und M-Proteine wieder normalisieren, ist dies ein signifikanter Hinweis auf ein Zurückdrängen der Erkrankung. PEP (Elektrophorese), Peak-Darstellung

Quellen:
  1. https://www.myelom.org/diagnose-therapie/diagnose/diagnostische-verfahren (zuletzt besucht am 09.04.2018)