Diagnose

Arzt Patient-Situation
Ob tatsächlich ein „symptomatisches Multiples Myelom“ vorliegt oder – in Abgrenzung dazu – ein schwelendes Myelom, ein solitäres Plasmozytom oder eine MGUS-Erkrankung, wird durch verschiedene Diagnoseverfahren ermittelt. Die Diagnose hat das grundsätzliche Ziel, den Verdacht auf ein Multiples Myelom zu erhärten oder auszuschließen, denn häufig lassen die Symptome nicht sofort auf eine Plasmazellerkrankung schließen.

Was führt zur Diagnose „Multiples Myelom“?

In den meisten Fällen kommt der Patient mit Knochenschmerzen oder wegen akut schmerzhafter Frakturen zum Arzt. Es kann auch das Blut- und Urin-Bild verändert sein. Dies wird zum Beispiel im Rahmen von Routineuntersuchungen festgestellt.

Ein Multiples Myelom liegt vor:

  • wenn über eine Knochenmarkprobe mindestens 10 % monoklonaler Plasmazellen im Knochenmark festgestellt werden können,
  • wenn sich im Blut und im Urin monoklonale Proteine nachweisen lassen, die von den Myelomzellen gebildet werden. Im Blut ist es das sogenannte M-Protein, im Urin das sogenannte Bence-Jones-Protein.

Wichtig ist nun der Nachweis, ob es sich bei der gegebenen Krankheitssituation um ein „symptomatisches“ oder um ein „schwelendes“ Myelom handelt („smoldering Myeloma“).

Der Nachweis „symptomatisches Multiples Myelom“ wird über die sogenannten CRAB-Kriterien geführt. Mehr dazu finden Sie hier.

Diagnoseverfahren

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten und Verfahren, die Diagnose „symptomatisches Multiples Myelom“ abzusichern. Dies sind:

  • die Blutuntersuchung
  • die Urinuntersuchung
  • die Röntgendiagnostik
  • die Knochenmarkdiagnostik

Das symptomatische Multiple Myelom wird nach Stadien klassifiziert. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Quellen:
  1. Patienten-Handbuch „Multiples Myelom“, Medizinische Klinik V, Universitätsklinikum Heidelberg und Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT), 13. überarbeite Auflage, Heidelberg 2014