Patientenverfügung

So gut wie kein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo in den Medien von der „Patientenverfügung“ die Rede ist. Bisher war Ihnen dieses Thema vielleicht noch nicht so wichtig. Nun aber, mit einem Multiplen Myelom, kann eine Patientenverfügung für Sie durchaus relevant sein und Sinn machen. Aber was ist eine Patientenverfügung eigentlich genau? Der Gesetzgeber definiert die Patientenverfügung „als schriftliche Festlegung einer volljährigen Person, ob sie in bestimmte, zum Zeitpunkt der Festlegung noch nicht unmittelbar bevorstehende Untersuchungen ihres Gesundheitszustands, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe einwilligt oder sie untersagt“ (§ 1901a Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs – BGB). Das heißt: Sie können – wenn Sie selbst noch entscheidungsfähig sind – im Vorhinein festlegen, ob und wie Sie in einer bestimmten Krankheitslage ärztlich behandelt werden wollen. Mit einer Patientenverfügung wahren Sie Ihr Recht auf Selbstbestimmung und haben Einfluss auf das Wie und Wie lange einer Behandlung auch dann, wenn Sie selbst zum Beispiel nicht mehr ansprechbar sind oder keine Willensentscheidungen mehr vollziehen können. Die Patientenverfügung hat vor allem mit lebensverlängernden Maßnahmen zu tun. Oft ist dabei von „Apparatemedizin“ die Rede. In Ihrer persönlichen Patientenverfügung können Sie zum Beispiel festlegen, ob Sie solche Maßnahmen wollen oder nicht. Weitere Informationen zum Thema Patientenverfügung finden Sie zum Beispiel auf der Internetseite des Bundesministeriums für Justiz.

Patientenverfügung:

  1. Was ist Ihnen im Zusammenhang mit Krankheit und Tod wichtig?
  2. Eine Patientenverfügung muss schriftlich verfasst und durch Namensunterschrift
    eigenhändig oder durch ein von einem Notar beglaubigtes Handzeichen unterzeichnet
    werden
  3. Die Patientenverfügung kann jederzeit formlos widerrufen werden
  4. Empfehlenswert ist die Erneuerung einer Patientenverfügung in bestimmten zeitlichen
    Abständen (jährlich)
  5. Die Existenz einer Patientenverfügung sollte dem relevanten Personenkreis – Ärzte,
    Betreuer, Betreuungsgericht - bekanntgegeben und so verwahrt werden, dass ein
    schneller und unkomplizierter Zugriff auf das Dokument möglich ist
Quellen:
  1. http://www.bmjv.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Patientenverfuegung.html (zuletzt besucht am 09.04.2018)