Familie und soziales Umfeld

Mit einem Multiplen Myelom leben – das müssen jetzt nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihre Partner, Verwandten und Freunde. Wichtig ist: Wie – und vor allem wann – sage ich es „den anderen“. Man hat als Betroffener meist selbst ein gutes Gefühl für den richtigen Zeitpunkt und dafür, wie man eine solche Botschaft dem Partner, den Kindern oder den guten Freunden beibringt. Eines ist sicher: Ein Verheimlichen bringt nichts. Der offene Umgang ist entscheidend. Und: Man sollte versuchen, seine Lieben auch selbst zu unterstützen und ihnen die Belastung durch die Tatsache „Krebs“ so gut wie möglich „abzunehmen“. Oft hilft beim Gespräch mit dem Partner oder der Familie der Arzt, manchmal sind Psychotherapeuten und Psychoonkologen die richtigen Begleiter. Das alles hängt von Ihrer persönlichen Situation und Ihrem individuellen Krankheitsbild ab.

Wer an einem Multiplen Myelom erkrankt ist, muss mit vielen Einschränkungen und Beschwerden leben, und auch das soziale Umfeld kommt daran nicht vorbei. Dazu können gehören:

  • Veränderungen im Alltag und bei „alten Gewohnheiten“
  • Längere Abwesenheiten aufgrund von Therapiesitzungen
  • Veränderungen in der Partnerschaft und in der Sexualität
  • Schmerzen
  • Bewegungseinschränkungen
  • Seelische Probleme
  • die Tatsache, dass sich vieles „nur noch um ein Thema dreht“
  • die Tatsache, dass sich manche gute Freunde plötzlich als doch nicht mehr so gute Freunde erweisen

Das Wichtigste ist jetzt ein vertrauensvoller Umgang mit Menschen, die einem wichtig sind und von denen man weiß, dass man sich auf sie verlassen kann.